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Dunkles Bier

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Diese typisch fränkische Bierspezialität sollte jeder Bierliebhaber wenigstens einmal im Leben probiert haben. Dann ist die Entscheidung auch schon gefallen: Entweder er liebt Bier mit Raucharoma, das nach geräuchertem Schinken schmeckt, oder eben nicht. Rauchbier hat in der Regel eine Stammwürze von 13,5 Prozent, was einem Alkoholgehalt von rund fünf Prozent entspricht. Neben einer dunklen, nahezu schwarzbraunen Farbe, hat Rauchbier eine leichte Bitternote sowie einen würzigen, leicht fruchtigen Geschmack. Eine Biersorte im klassischen Sinn ist das Rauchbier streng genommen aber nicht. Heutzutage gibt es Rauchbier beispielsweise als Rauch-Lager, als Rauchweizen oder als Rauch-Märzen. Rauch-Märzen sind übrigens die beiden weltberühmten fränkischen Rauchbier-Vertreter: Das Bamberger Schlenkerla der Brauerei Heller sowie das Spezial aus der gleichnamigen Bamberger Traditionsbrauerei. Zwei, drei Seidla dieser Biere können einen im wahrsten Sinn des Wortes zum Schlenkern bringen.

So kommt der Rauchgeschmack ins Bier

Fränkisches Rauchbier ist nicht nur ein ganz besonderes Bier, das Raucharoma bei Hellers und im Spezial entsteht bis heute nach uralter Tradition. Das Geheimnis? Liegt im Malz. Dieses wird über dem offenen Buchenholz-Feuer gedarrt. Dabei dringt der Rauch des Hartholzes in das Malz ein, noch bevor es sich im Sud mit dem Hopfen vermischt. Klingt einfach? Ist es aber nicht. Im Gegenteil. Diese Form des Mälzens ist echte Handarbeit, die nicht nur lange dauert, sondern bei der es auch auf das richtige Gespür ankommt, damit das Raucharoma am Ende ausbalanciert und nicht zu intensiv ist. Natürlich kann heute raucharomatisiertes Malz auch industriell, unter Zugabe von Aromen hergestellt werden. In Bamberg und im Bamberger Umland, in dem Rauchbier überwiegend produziert wird, setzt man bewusst aber auf die uralte Tradition, was das fränkische Rauchbier zu etwas Einzigartigem macht.