
Vollmundig, würzig und wie frisch vom Fass bzw. Tank gezapft – so schmeckt Kellerbier. Eine typisch fränkische Bierspezialität, von der es in Franken gefühlt mehr gibt, als man im Leben trinken kann. Kellerbier ist ein untergäriges Vollbier, das oft mit regionalen Rohstoffen und in Bio-Qualität gebraut wird. Nur bei wenigen Kellerbieren steht das auch auf dem Etikett. Schließlich hat man sich in Franken dem Reinheitsgebot verschrieben, das bürgt für Qualität. Kellerbier hat in der Regel einen Alkoholgehalt von circa 4,6 bis 5,5 Prozent, die Stammwürze liegt zwischen 11,6 und 13,0 Prozent. Die Farbe schwankt von Kellerbier zu Kellerbier: von rötlich-hell über rotbraun bis dunklem Bernstein. Auch geschmacklich gibt es Unterschiede: Mal schmeckt es mehr hopfig, mal eher malzig. Allen fränkischen Kellerbieren gemein ist eine feine Bitternot und: seine Naturtrübe. Vor dem Abfüllen wird das Bier nicht filtriert. Alle Trübstoffe, die beim Maischen und Gären entstehen, bleiben im Sud. Das macht das Kellerbier nicht nur wunderbar süffig, es behält auch viele wichtige Nährstoffe.
Zwickel und Zwickl
In manchen fränkischen Gegenden heißt das Kellerbier auch gerne mal „Zwickel“ oder „Zwickl“. Diese Synonyme verdankt das Kellerbier dem sogenannten „Zwickelhahn“. Mit ihm haben früher die Brauer vor der Filtration dem Bier Proben entnommen, um die Qualität zu prüfen. Und weil das Kellerbier noch heute schmeckt, wie grade frisch im Keller gezapft, nennen wir Franken es halt gerne mal liebevoll „Zwickl“. Übrigens: Noch heute ist der Zwickelhahn in vielen Hausbrauereien im Einsatz – nach alter Brautradition.
Zu diesen Gerichten schmeckt Kellerbier besonders gut
Kellerbier passt am besten zu einem deftigen Braten mit dunkler Soße, zu Geflügelgerichten, zu würzigem Käse wie Bergkäse oder Münsterkäse, zu süßen Leckereien wie Nuss- und Mandeldesserts und natürlich wie jedes fränkische Bier auch: Pur, also ohne irgendwas.




























